Die kommunale Projektgesellschaft geopfalz GmbH & Co. KG bekommt mit der Regenerative Energien Neuhofen AöR (REN AöR) einen neuen Gesellschafter. Damit wurde ein wichtiger Schritt für die Umsetzung des Tiefengeothermieprojekts Rhein-Pfalz erreicht.
Mit dem Eintritt der REN AöR wird zugleich die Sicherung eines Standorts für den geplanten Bohrplatz in Neuhofen ermöglicht. Das rund 3,5 Hektar große Areal bildet die Grundlage für die geplanten Tiefenbohrungen und die spätere Errichtung des Geothermie-Heizwerks. Von dort aus soll künftig regenerative Wärme aus Tiefengeothermie in die Wärmenetze der Region Vorderpfalz eingespeist werden.
Die geopfalz ist eine gemeinsame kommunale Projektgesellschaft der Stadtwerke Speyer GmbH, der Stadt Schifferstadt und der Regenerative Energien Neuhofen AöR. Sie dient dazu, gemeinsam die gesetzlich verankerte Wärmeplanung umzusetzen und dadurch den kommunalen Auftrag der Daseinsvorsorge zu erfüllen.
„Mit der Beteiligung der REN AöR stärken wir die interkommunale Zusammenarbeit in der Region und schaffen gemeinsam die Grundlage für eine langfristige, nachhaltige und unabhängige Wärmeversorgung“, sagt geopfalz-Geschäftsführerin Claire Weihermüller. „Die Standortsicherung in Neuhofen ist ein wichtiger Schritt, um die nächsten Projektphasen vorbereiten zu können.“
Dem Eintritt der REN AöR hatten zuvor die Gesellschafter der geopfalz sowie die zuständigen kommunalen Gremien zugestimmt. In den kommenden Monaten wird die geopfalz die weiteren Planungen für den Bohrplatz sowie die Genehmigungsverfahren vorantreiben. Die Bohrphase soll 2027 beginnen.
„Mit der Beteiligung an der geopfalz schaffen wir die Möglichkeit, die kommunale Wärmeplanung in Neuhofen aktiv mitzugestalten. Perspektivisch eröffnet uns die Tiefengeothermie die Chance, ein lokales Wärmenetz aufzubauen und den Standort Neuhofen langfristig mit nachhaltiger und preisstabiler Wärme zu versorgen“, sagt Ralf Marohn, Ortsbürgermeister von Neuhofen.
Auch Schifferstadts Bürgermeisterin Ilona Volk begrüßt den Schritt: „Die kommunale Wärmewende kann nur gemeinsam gelingen. Die Beteiligung der REN AöR zeigt, dass die Region Verantwortung übernimmt und langfristig zusammenarbeitet.“
Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler ergänzt: „Mit dem Eintritt der REN AöR wächst die geopfalz weiter als kommunales Gemeinschaftsprojekt für die Region. Damit bündeln die beteiligten Kommunen ihre Kräfte, um die Wärmewende vor Ort gemeinsam voranzubringen.“