Ein Mann erklärt interessierten Zuhörern etwas, im Hintergrund auf dem Monitor ist das Rendering eines Geothermie-Heizwerks zu sehen.
Angeregter Austausch auf Augenhöhe bei der Infoveranstaltung am 19. Mai 2026 in Neuhofen geopfalz | Christian Buck

Premiere in Neuhofen: Erste Bürgerinformationsveranstaltung von geopfalz zum Geothermieprojekt „Rhein-Pfalz“ stößt auf große Resonanz

Offener Dialog, intensive Gespräche und großes Interesse an der regionalen Wärmewende mit allen Projektverantwortlichen

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten am Dienstagabend die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand des Tiefengeothermie-Projekts „Rhein-Pfalz“, technische Hintergründe und die nächsten Schritte des Vorhabens zu informieren. Die Veranstaltung der geopfalz GmbH & Co. KG fand erstmals in Neuhofen statt – dem geplanten Standort für Bohrplatz und zukünftigem Heizwerk. Von 18 bis 21 Uhr bot das offene Marktformat im Bürgerhaus „Neuer Hof“ Gelegenheit für persönliche Gespräche mit Fachleuten, Wissenschaftlern, kommunalen Vertreterinnen und Vertretern sowie den Projektverantwortlichen. Alle zentralen Akteure des Projekts waren gemeinsam vor Ort ansprechbar.
 

Fragen stellen, Sorgen ansprechen, Hintergründe verstehen

An dem Standort in Neuhofen, wo im kommenden Jahr die Bohrungen starten sollen, schafft das Projekt „Rhein-Pfalz“ die Grundlage für eine klimaneutrale, regionale und langfristig preisstabile Wärmeversorgung. An den verschiedenen Themenstationen standen vor allem die Chancen und die konkrete Umsetzung des Projekts im Mittelpunkt: Wie funktioniert Tiefengeothermie? Wie läuft eine Bohrung ab? Wie wird die Wärme künftig genutzt? Und welche Perspektiven ergeben sich daraus für Neuhofen? Die Besucherinnen und Besucher konnten ihre Fragen direkt mit Fachleuten, Wissenschaftlern des angewandten Verbundvorhabens agEnS und Verantwortlichen besprechen – offen, sachlich und auf Augenhöhe.

Rede und Antwort standen neben dem Team der geopfalz, Vertreterinnen und Vertreter der Stadtwerke Speyer und der Stadtwerke Schifferstadt, Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, der Ortsbürgermeister Ralf Marohn und die Beigeordneten von Neuhofen, der Vorstand der Regenerative Energien Neuhofen AöR (REN AöR)  sowie Vertreter der Bürgerenergiegenossenschaft bINe.
 

Kommunale Wärmewende gemeinsam gestalten

„Die kommunale Wärmewende gelingt nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Deshalb ist der direkte Austausch so wichtig“, sagte Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler. „Die Veranstaltung hat gezeigt, wie groß das Interesse an einer regionalen und langfristig sicheren Wärmeversorgung ist.“

Auch Neuhofens Ortsbürgermeister Ralf Marohn zog ein positives Fazit: „Viele Bürgerinnen und Bürger haben die Gelegenheit genutzt, intensiv mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen. Das große Interesse zeigt, dass die Menschen die Chancen des Projekts für Neuhofen und die Region erkennen – insbesondere mit Blick auf eine langfristig preisstabile Wärmeversorgung und den möglichen Aufbau eines lokalen Wärmenetzes.“

Auch für geopfalz-Geschäftsführerin Claire Weihermüller war der Abend ein wichtiges Signal: „Das Gesprächsangebot wurde intensiv genutzt, und wir haben viele konstruktive Gespräche geführt. Natürlich waren auch kritische Fragen dabei – dafür sind solche Veranstaltungen wichtig. Unser Ziel war es, das Projekt, die technischen Hintergründe und die langfristige Perspektive nachvollziehbar und transparent darzustellen und dabei vor allem den direkten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu suchen.“ Genau darauf wollen wir aufbauen.“ 

Dass das Veranstaltungsformat auf großes Interesse stieß, bestätigten auch die zahlreichen Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher an der Feedbackstation im Foyer. Viele Teilnehmende gaben an, sich nach der Veranstaltung deutlich besser über das Projekt „Rhein-Pfalz“ informiert zu fühlen und sich nun eine eigene Meinung bilden zu können. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher beschrieben den Abend zudem als gelungenes und wichtiges Format für den direkten Austausch vor Ort. Bereits jetzt interessieren sich viele Bürgerinnen und Bürger dafür, wie ein Anschluss ihres Hauses an das geplante Nahwärmenetz der REN AöR möglich wäre.

Als nächsten Schritt kündigte Geschäftsführerin Weihermüller die Einrichtung eines Bürgerbüros in Neuhofen an, um den Dialog mit den Menschen vor Ort fortzuführen.

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