Die Gesellschafter und die Geschäftsführung der geopfalz: Der Leiter der Stadwerke Schifferstadt Hans-Jürgen Rossbach, Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (Speyer), der Leiter der Stadtwerke Speyer Georg Weyrich, Bürgermeisterin Ilona Volk (Schifferstadt) sowie die Geschäftsführung der geopfalz, Jörg Uhde und Claire Weihermüller
Gesellschafter und Geschäftsführung von geopfalz

Erfolgreiche Bürgerinformation in Schifferstadt

Großer Zuspruch für Geothermieprojekt "Rhein-Pfalz": Rund 300 Bürgerinnen und Bürger kamen zur Informationsveranstaltung ins Schulzentrum.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten am 12. November 2025 der Einladung der geopfalz GmbH & Co. KG. Der Abend in Schifferstadt machte eindrucksvoll deutlich: Das Interesse an einer nachhaltigen, kommunalen und zukunftssicheren Wärmeversorgung in der Region ist groß. Besonders die sechs Fachstationen, die im Mittelpunkt der Veranstaltung standen, fanden außergewöhnlichen Zuspruch und wurden von den Teilnehmenden intensiv besucht.

 

Kommunen übernehmen Verantwortung für die regionale Wärmewende

Schifferstadts Bürgermeisterin Ilona Volk betonte zur Eröffnung die Bedeutung der kommunalen Trägerschaft: „Schifferstadt und Speyer haben als Städte und mit ihren Stadtwerken eine wichtige Rolle, die kommunale Wärmewende zu gestalten und die Wärmeversorgung als Daseinsvorsorge zu sichern.“ Ihre Kollegin aus Speyer, Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler hob hervor: „Wir sind das einzige Tiefengeothermieprojekt, das komplett kommunal getragen und umgesetzt wird.“

 

Bergbehörde erläutert Verfahren – rechtliche Sicherheit im Fokus

Andreas Tschauder, Direktor des Landesamtes für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz (LGB), stellte das bergrechtliche Verfahren sowie die wichtigsten Genehmigungsschritte vor. Er gab einen transparenten Überblick über die Rolle der Bergbehörde als zuständige Genehmigungsbehörde für alle relevanten Fachgebiete und betonte die hohen Standards, die bei Geothermieprojekten gelten. 

 

bINe: Bürgerbeteiligung als Baustein der Energiewende 

Dr. Thomas Gerstner, Vorsitzender der Bürgerenergiegenossenschaft bINe, unterstrich die Chancen einer aktiven Beteiligung der Bürgerschaft: „Durch die geplante Einbindung der Bürgerenergiegenossenschaft können Bürgerinnen und Bürger sich nicht nur ideell, sondern auch finanziell am Projekt beteiligen und von dessen Erfolg profitieren.“ Die Perspektive der Genossenschaft nahmen viele Teilnehmende als interessanten Beitrag für eine Beteiligung der Bevölkerung an dem Geothermieprojekt auf.

 

Sechs Stationen begeistern das Publikum

Herzstück des Abends waren sechs thematisch breit aufgestellte Informationsstationen, die durchgehend sehr gut besucht waren und die die Bürgerinnen und Bürgern als hilfreich und verständlich wahrnahmen. Dort erhielten sie einen Überblick über die Grundlagen der Geothermie und über die geologischen sowie geophysikalischen Untersuchungen, lernten moderne Bohr- und Anlagentechnik aus nächster Nähe kennen und gewannen Einblicke in das angewandte Forschungsprojekt agEnS. Zudem gab es Informationen zur Bürgerbeteiligung über die Energiegenossenschaft bINe sowie zu Sicherheitsfragen und Genehmigungsprozessen. Der kontinuierliche Austausch an den Stationen wurde vielfach als vertrauensbildend hervorgehoben und trug maßgeblich zur positiven Resonanz der Besucherinnen und Besucher bei.

 

Stadtwerke betonen Versorgungssicherheit

Die Vertreter der kommunalen Stadtwerke unterstrichen die Bedeutung einer regionalen Erzeugung. Georg Weyrich, Geschäftsführer der SWS, sagte: „Uns liegen unsere Städte am Herzen. Deshalb legen wir Wert auf einen sicheren Ausbau und Betrieb der Geothermie.“ Sein Kollege Hans-Jürgen Rossbach, Werkleiter der Stadtwerke Schifferstadt ergänzte: „Die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung ist unser zentraler Auftrag.“ 

 

geopfalz: tiefe Geothermie als Schlüssel für eine klimaneutrale Wärmeversorgung

Die Geschäftsführung der geopfalz stellte das Geothermieprojekt „Rhein-Pfalz“ vor – die Grundlage für die Dekarbonisierung der regionalen Wärmenetze. Die tiefe Geothermie soll ab 2030 einen wesentlichen Beitrag zur Wärmeversorgung in Speyer und perspektivisch auch in Schifferstadt leisten, insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten Stilllegung des Großkraftwerks Mannheim.

Ziel ist es, den „Wärmeschatz der Vorderpfalz“ aus der Region für die Region nutzbar zu machen.

 

Fazit: Rückenwind für das Projekt

Die Bürgerinformationsveranstaltung zeigte das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger am kommunalen Geothermieprojekt - und wie entscheidend Dialog, Transparenz und praxisnahe Einblicke für die Projektkommunikation sind.

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